Bau von Beachfeldern

Allgemeine Planungshinweise

Da bei der Planung und dem Bau von Sportanlagen immer nach standortbezogenen, individuellen Lösungen gesucht werden muss, können wir an dieser Stelle nur allgemeine Informationen sowie Verweise auf andere Informationsquellen geben. Die konkrete Begleitung einer Baumaßnahme vom Entwurf, über den Bau bis zur Einweihung ist dem SHVV aus personellen Gründen nicht möglich. Wo möglich, berät der SHVV gerne oder vermittelt kompetente Ansprechpersonen und Vereine, die bereits Erfahrungen beim Bau von Beach-Volleyball-Anlagen gemacht haben.

Einen schnellen Einstieg bietet die Internetseite des Deutschen Volleyball-Verbands. Einen umfassenden Überblick über den Bau von Beachsportanlagen bietet die vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) herausgegebene Broschüre "Planung und Bau von Beach-Sportanlagen. Eine Orienierungshilfe"

Professionelle, aber ggf. kostenpflichtige Hilfe bietet die Firma Funtec, die für Sie auch Komplettlösungen entwickelt und die Maßnahmen von Planung über Bau bis zum Betrieb begleitet. Hier erhalten Sie auch Unterstützung bei der Planung von Indoor-Anlagen sowie der Umnutzung von Anlagen, z.B. dem Umbau von Tennishallen.

Sie sollten die o.g. Informationsmaterialien aufmerksam lesen und erst dann mit dem SHVV in Kontakt treten, um offene Fragen zu klären. Es gibt eine Reihe von wiederkehrenden Fragen, die wir im Folgenden Zusammengestellt haben:

FAQ

Gibt es Zuschüsse für den Bau von Beachanlagen?
Beachten Sie hierzu bitte die ausführlichen Hinweise am Ende dieser Seite.

Wie viele Spielfelder sollte eine Anlage mindestens umfassen?
Hinsichtlich der Spielfeldanzahl gibt es keine Vorgaben. Allerdings ist es ratsam, den Bedarf vorher sorgfältig zu prüfen. Erfahrungsgemäß entwickelt sich schnell eine große Nachfrage nach Trainingszeiten in den frühen Abendstunden zwischen 17 und 21 Uhr, die sie mit einem Feld nicht befriedigen können. Das olympische Beach-Volleyball wird in der Spielform 2:2 gespielt, aber im Freizeitbereich ist auch das 4:4 weit verbreitet. Daraus ergibt sich ein größerer Feldbedarf als im Hallen-Volleyball für die gleiche Anzahl von Spielern. Um z.B. eine Jugendmannschaft im Sommer auch im Sand zu trainieren, ist ein zweites Feld daher immer von Vorteil. Während sich Trainingsformen noch gut mit 6-8 AthletInnen auf einem Feld absolvieren lassen, so ist spätestens beim Spielen das Problem evident. Turniere der SHVV-Beachserie lassen sich zwar auch auf einem Feld bestreiten, doch ist dies mit großen Wartezeiten für die Teams verbunden. Zwei Felder sind schon geeigneter, vier Felder wären optimal. Wenn Sie beim Bau der Beachanlage aus Kostengründen oder Vorsicht zunächst nur eine kleine Lösung realisieren wollen, so sollten Sie auf jeden Fall spätere Erweiterungsmöglichkeiten bereits von Beginn an mit berücksichtigen und die Planung entsprechend ausrichten.

Wie groß sollte der Freiraum hinter und zwischen den Feldern sein?
Empfohlen wird ein Freiraum von 3-5 Metern. Dieser ist hinter den Feldern auch zwingend erforderlich! Der seitliche Freiraum kann notfalls reduziert werden, insbes. wenn mehrere Felder nebeneinander angeordnet sind. Entscheidend zur Beurteilung dieser Frage ist auch, on die Anlage vorrangig als Trainings- oder Wettkampfanlage genutzt wird.

Was muss ich bei der Auswahl des Sandes beachten?
Der Sand bestimmt die Qualität ihrer Beachanlage in entscheidender Weise. Der DVV hat deshalb seit einem Jahr eine Zertifizierung von Beachsand vorgenommen. Die Anzahl der Firmen, die ihren Sand zertifizieren lassen, steigt kontinuierlich. Selbstverständlich liefern auch andere, dort nicht aufgelistete Firmen geeigneten Sand. Sie sollten sich bei der Auswahl des Sandes aber an den Qualitätsmerkmalen des zertifizierten Sandes orientieren. Empfohlen wir ein Sand mit einer Korngröße von 0,2 mm (oder feiner), der Sand sollte 2-fach gewaschen, kalkfrei (gelöscht) und möglichst hell (weiß) sein, sowie weitgehend aus runden, glatten Sandkörnern bestehen. Bei der Auswahl des Sandes sollte nicht am Geld gespart werden! Eine überschlagsmäßige Kostenberechnung kann anhand dieser Tabelle vorgenommen werden.

Wie tief sollte der Sand sein?
Die Sandtiefe sollte mindestens 40 cm betragen.

Welche Firmen vertreiben Pfosten und Netze für Beachanlagen?
Marktführer ist die Firma Funtec, deren Produkte auch von vielen anderen Sportartikelversenden im Programm geführt werden.
Eine Übersicht geprüfter Materialen erhalten Sie auf der Internetseite des DVV.

Baufinanzierung

Die Gesamtkosten für den Bau einer Beach-Volleyball-Anlage lassen sich nicht mit einem Betrag beziffern - auch die Kostenschätzung ist aufgrund der sehr unterschiedlichen Ansprüche, Bedürfnisse und Rahmenbedingungen sehr schwierig. Ein wenig Orientierung bietet die Aufstellung des Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) in der Broschüre "Planung und Bau von Beach-Sportanlagen. Eine Orienierungshilfe"

Grundsätzlich ist bei der Finanzierung von Sportanlagen zu unterscheiden, ob es sich um eine kommunale Sportanlage oder um eine vereinseigene Sportanlage handelt. Handelt es sich um eine kommunale Sportanlage, die den Vereinen lediglich zur Nutzung zur Verfügung gestellt wird, so sind die Kommunen selbst für die Finanzierung zuständig. Die zuständigen Behörden können dabei z.T. auf Landesmittel, z.B. den kommunalen Investitionsfond, zurückgreifen. Informationen hierzu erhalten Sie bei den zuständigen kommunalen Ämtern.

Wenn Sie eine vereinseigene Sportanlage bauen, kann der Verein bei verschiedenen Stellen Zuschüsse beantragen.

Eigenmittel

Für den Bau oder die Sanierung von Beach-Volleyball-Anlagen müssen Sie auf jeden Fall ausreichend Eigenmittel zur Verfügung stellen. Wenn Sie aus dem laufenden Vereinshaushalt hierfür keine Mittel bereitstellen können, so besteht die Möglichkeit, den Bau über die Anhebung der Vereinsbeiträge, die Erhebung einer einmaligen Umlage, die Erhebung eines zweckgebundenen Spartenbeitrags oder die Aufnahme eines Kredits zu finanzieren.

Landessportverband SH

Der Landessportverband SH fördert den Neubau und die Sanierung von Sportanlagen aus Investitionsmitteln des Landes Schleswig-Holstein. Grundlage für die Förderung bilden die Bewilligungsgrundlagen des LSV, deren aktuelle Ausfertigung Sie auf der Internetseite des LSV erhalten.
Der Neubau von Sportanlagen wird dabei mit 10% der Gesamtkosten bezuschusst. Voraussetzung ist, dass die Gesamtkosten mindestens 5.000,00 Euro betragen. Eine Besonderheit besteht bei Beach-Volleyball-Anlagen insofern, als dass die Anlagen selbst als langlebige Sportgeräte gelten, die mit einer Beihilfe in Höhe von 20% gefördert werden.

Die Sanierung bestehender Sportanlagen wird vom LSV mit 25% gefördert.

Beachten Sie, dass Sie den Einsatz ehrenamtlicher Helfer mit 10,00 Euro/ Stunde bei der Berechnung der Gesamtkosten geltend machen können und somit zusätzliche Zuschüsse generieren können.

Es wird dringend empfohlen, die Bewilligungsgrundlagen des LSV genau zu lesen, da hierin auch andere Voraussetzungen (z.B. baufachliche Prüfungen ab einer bestimmten Bausumme) sowie Einschränkungen (maximale Fördersummen für den Gesamtverein) erläutert sind.
 
Die Zuschüsse sind in jedem Fall vor Baubeginn zu beantragen. In eiligen Fällen kann ein Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt werden. Hierzu sind die Vordrucke des LSV zu verwenden, die Sie ebenfalls auf der Internetseite des LSV erhalten.

Weiterführende Auskünfte und die Zuschussrichtlinien erhalten Sie beim Landessportverband.

Kommunen

Auch die Kommunen fördern i.d.R. den Neubau und die Sanierung von Sportanlagen der Vereine. Die Förderrichtlinien sind in den einzelnen Kommunen jedoch sehr unterschiedlich. Auskünfte erteilen sowohl die Kommunen (Sportamt) selbst wie auch die Kreissportverbände.

Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband

Der SHVV hat leider keine Möglichkeiten, den Bau von Beach-Volleyball-Anlagen zu bezuschussen. Der SHVV ist aber gerne bereit, bei der Zusammenstellung von Zuschussanträgen zu helfen und den einen oder anderen Finanzierungstipp zu geben.

Stiftungen, Sponsoren, Spenden

Neben den Zuschüssen bietet auch das Einwerben von Stiftungsgeldern, Sponsorenmitteln und Geld- und Sachspenden die Chance, den Einsatz von Eigenmitteln zu reduzieren. Es gibt viele Firmen, die bereit sind, einen Teil ihrer Leistungen gegen Ausstellung einer Spendenbescheinigung zu erbringen.

Folgekosten

Schon bei der Planung berücksichtigt werden sollten auch Folgekosten, die sich aus der Unterhaltung und Pflege der Beachanlage ergeben. Auch die Erneuerung von Pfosten und Netzen sowie der Austausch des Sandes sollten in einen mittelfristigen Finanzplan aufgenommen werden. Beachten Sie, dass die Sanierung von Sportanlagen (hierzu zählt z.B. der Austausch des Sands) ebenfalls bezuschusst werden.

Unsere Sponsoren

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